Ho Tzu Nyen befasst sich mit grundlegenden Fragen, indem er tiefgehende Forschung, populäre visuelle Kultur und technologische Innovation verbindet. Pour Bozar, er schafft ein neues Werk, P for Power, das seine Reflexion verlängert, die mit The Critical Dictionnary of Southeast Asia begonnen wurde.
In einer Zeit, in der der Begriff der Macht selbst in Frage gestellt wird – unter dem Einfluss globaler demokratischer Krisen und der Fortschritte der KI –, stellt sich Ho Tzu Nyen den dringendsten politischen und philosophischen Problemen unserer Zeit.
Ho Tzu Nyen wurde 1976 in Singapur geboren, wo er lebt und arbeitet. Durchdrungen von zahlreichen orientalischen und westlichen kulturellen Referenzen – von der Kunstgeschichte bis zum Theater, vom Kino bis zur Musik und Philosophie – vermischen seine Werke mythische Erzählungen und historische Fakten, um verschiedene Verständnisse der Geschichte, ihrer Schrift und ihrer Übertragung zu mobilisieren. Das zentrale Thema seines Werks ist eine langfristige Forschung über die Pluralität kultureller Identitäten in Asie du Sud-Ost, einer Region, die so reich an Sprachen, Religionen, Kulturen und Einflüssen ist, dass es unmöglich ist, sie auf eine einfache geografische Zone oder eine grundlegende historische Basis zu reduzieren. Diese Reflexion über die Geschichte dieses Teils der Welt spiegelt sich in seinen Stücken wider, die verschiedene Wissensregimes, Erzählungen und Darstellungen miteinander verweben. Von der Dokumentarforschung bis zur Fantasie verbindet seine Arbeit Archivbilder, Animation und Film in oft immersiven und theatralischen Installationen.
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Das neue Werk P for Power, geschaffen von Ho Tzu Nyen und in Auftrag gegeben von Bozar, wird ebenfalls auf der Biennale de Venise 2026, im Palazzo Diedo Berggruen, im Rahmen der Ausstellung Strange Rules präsentiert.