Wien, Ende des 18. Jahrhunderts. Als der junge, unbesonnene, aber unbestreitbar geniale Wolfgang Amadeus Mozart am Hof von Keizer Jozef II. eintrifft, bemerkt Hofkomponist Antonio Salieri schnell, dass er musikalisch den Kürzeren zieht. Als der hochmütige Mozart ihm auch auf persönlicher Ebene in die Quere kommt – er „stiehlt“ das Mädchen, für das Salieri Gefühle hegte –, entsteht ein heftiger Groll zwischen den beiden, der schließlich in einem obsessiven Versuch Salieris münden wird, Mozarts Genie zu untergraben. Kommentar Miloš Formans Amadeus – eines der meistgepriesenen musikalischen Biopics, die jemals gedreht wurden – bleibt auch 42 Jahre später ein absoluter audiovisueller Leckerbissen und eine zeitlose Meditation über Talent, Neid und die schmerzhafte Kluft zwischen Mittelmäßigkeit und Meisterwerk. Tom Hulce verkörpert Mozart mit scheinbar kindlicher Einfachheit, gesehen durch die Augen seines bitteren musikalischen Rivalen und selbsternannten Mörders, Antonio Salieri (eine meisterhafte Rolle von F. Murray Abraham). Amadeus ist eine mitreißende Ode an ein großes musikalisches Genie und ein überschwängliches sinnliches Spektakel, in dem Mozarts Musik, die theatralische Inszenierung, die reichen Kostüme und die visuelle Pracht des Wien des 18. Jahrhunderts zu reinem Kino verschmelzen. Eines, das man absolut auf der großen Leinwand erlebt haben muss.