Die Beziehung zwischen zwei Schwestern ändert sich abrupt, als die ältere mit viel Flair ankündigt, dass sie nicht mehr leben will. Sie weiß noch nicht genau, wie dieses „Nicht-Leben“ aussehen soll, denn Sterben findet sie todesangst-einflößend. Dennoch ist sie davon überzeugt, dass sie aufhören will zu existieren, oder zumindest fast. Die jüngere Schwester, die auch ohne diese existenzielle Bombe schon genug zu tun hatte, übernimmt notgedrungen die Rolle der Pflegerin. Entschlossen, ihre Schwester auf andere Gedanken zu bringen, tut sie alles, um zu beweisen, dass das Leben lebenswert ist und dass Hoffnung und Schönheit an den unerwartetsten Orten zu finden sind. Der Titel verweist nicht zufällig auf die ursprüngliche Bedeutung von Tiramisu: „Zieh mich hoch“. Genau wie das Dessert steht die Aufführung symbolisch für Trost, Sanftheit und die wackeligen Versuche, jemanden über Wasser zu halten. In einer Reihe tiefgründiger und zugleich leichtfüßiger Dialoge begibt sich das Publikum gemeinsam mit den Schwestern auf die Suche nach Sinn, Resilienz und dem, was das Leben lebenswert macht. Eine tragikomische Aufführung, die schwere Fragen stellt, ohne das Licht zu verlieren. www.theaterarsenaal.be