Über drei Jahre gedreht, erzählt der erste Film von Michael Moore den Niedergang der Stadt Flint in Michigan nach der Verlagerung der Fabriken von General Motors nach Mexiko. In einer fast absurden Suche jagt Moore Roger Smith, den CEO des Konzerns, um ihn aufzufordern, den 30.000 entlassenen Arbeitern Rede und Antwort zu stehen. Zwischen Satire, Recherche und Selbstporträt verwandelt Moore diese Suche in eine Chronik eines Gebiets, das von der Deindustrialisierung getroffen wurde. Es kreuzen sich Vertreibungen, Arbeitslosigkeit, Überlebensstrategien und optimistische Reden über den wirtschaftlichen Aufschwung. Der Film zeigt auch, wie eine Stadt, der ihre Industrie entzogen wurde, versucht, sich durch Tourismus, Freizeit, Dienstleistungen oder Prestigeprojekte, die die verlorenen Arbeitsplätze ersetzen sollen, neu zu erfinden. Flint wird so zum frühen Porträt einer postindustriellen Landschaft, in der die Zukunft versprochen wird, während die Gegenwart zerfällt. Projektion auf Filmrolle!