I SOLISTI & Het Banket / Jan Decleir & Marjan De Schutter - Fouché
Sa., 21. Nov. 2026 · 20:15
Cultuurcentrum De Adelberg, Lommel
€18–22
Nach dem großen Erfolg von Landru spannen I SOLISTI und Het Banket erneut zusammen. Diesmal befassen sie sich mit der unwahrscheinlichen, aber wahren Lebensgeschichte von Joseph Fouché (1759–1820), einer vergessenen Schlüsselfigur der Franse Revolutie.
Über diesen großen Umbruch wurde schon viel geschrieben, gesungen, gefilmt und erzählt. Während Figuren wie Robespierre, Marat, Napoleon, Danton und Marie Antoinette die Geschichte dominierten, bewegte sich Fouché stets in ihrem Schatten. Dennoch stand er zu jedem Moment im Brennpunkt der historischen Entwicklungen seiner Zeit.
Fouché wechselte die Lager wie die Unterwäsche, vom einen radikalen Extrem zum anderen. In seinen jungen Jahren war er katholischer Priesterschüler, aber später entpuppte er sich als ein rücksichtsloser Verfolger von allem, was mit dem Glauben zu tun hatte.
Er lief von den Girondisten zu den Jakobinern über, den zwei Extremen innerhalb der revolutionären Bewegung. Er war abwechselnd fanatischer Royalist und militanter Anti-Royalist. Der einst so radikale Revolutionär wurde später Minister im Dienst von Napoleon Bonaparte und beendete seine Laufbahn als Polizeiminister unter König Ludwig XVIII.
Auf neuer Musik von Frederik Neyrinck bringen Jan Decleir, Marjan De Schutter, die Musiker von I SOLISTI und die junge Sopranistin Hanna Al-Bender die Geschichte von Joseph Fouché zum Leben.
Indem sie diesen vergessenen Hauptdarsteller ins Rampenlicht rücken, werfen sie gleichzeitig ein neues Licht auf die Zeit, in der wir heute leben. In den letzten Jahren wächst nämlich das Interesse für diese faszinierende Episode aus unserer Geschichte, vielleicht weil wir erneut in einen Zeitabschnitt geraten sind, in dem unsere vertraute Gesellschaft in ihren Grundfesten bebt.