Horse Lords präsentiert „Demand To Be Taken To Heaven Alive!“
Mo., 16. Nov. 2026 · 19:00
Ancienne Belgique, Brussels
€17
Diese Veranstaltung ist Teil des Konzertprogramms BRDCST, einer Begegnung zwischen außergewöhnlichen Künstlern und einem Publikum, das nach Entdeckungen dürstet. Eine Reise durch Musik, die stört, überrascht und einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Horse Lords ist keine klassische Band, sondern ein ständig neu konfiguriertes Klangsystem, das seit 2010 die Grenzen von Rock, Minimalismus und experimenteller Musik erforscht. Entstanden aus dem fruchtbaren Ökosystem von Baltimore, zwischen Noise und Outsider Art, aber immer mit einer breiteren Vision. Der Rhythmus wird zur Architektur, die Mikrotonalität zum Motor für Bewegung und Reibung. Ihre Musik oszilliert zwischen mathematischer Präzision und physischer Energie. Ihre Einflüsse sind so eklektisch wie wohlüberlegt: Julius Eastman und La Monte Young, aber auch James Brown und Roscoe Holcomb. Der Geist von Fluxus schwebt ebenfalls über ihrer Arbeit, durch Figuren wie George Maciunas und Henry Flynt. Zusammenarbeiten mit Komponisten wie Arnold Dreyblatt – aus denen das gefeierte Album Extended Field hervorging – vertiefen ihr Interesse an reiner Intonation und struktureller Klarheit. Seit 2021 arbeitet Horse Lords teilweise von Deutschland aus, was neue performative und orchestrale Perspektiven eröffnet. Auf der Bühne übersetzt sich dies in Spannungen zwischen der Disziplin des Quartetts und einer kollektiven Expansion. Auf ihrem Album Demand To Be Taken To Heaven Alive! (RVNG Intl.), das im Juni 2026 erscheint, wird das Format subtil durch Blechbläser und Stimmen bereichert. Bassklarinette, Posaune und Gesang färben das rigorose Geflecht, ohne sich je davon zu entfernen. Die Referenzen reichen von den textilen Strukturen von Anni Albers bis zur islamischen Geometrie und von Elektronik-Pionieren wie Maryanne Amacher bis zur konzeptionellen Klarheit von Tom Johnson. Der Titel bezieht sich auf Vladimir Maïakovski und suggeriert kein Entkommen, sondern eine Intensivierung. Kein Jenseits, sondern ein „ewiges Jetzt“. Wiederholung als Ritual, Veränderung als Notwendigkeit. Horse Lords hat nichts von einem Genre, aber alles von einem Vorschlag. „Horse Lords construct layers of punching, syncopated phrases using just intonation, drawing from krautrock, African polyrhythms and classical minimalism.“ – Pi