Pieter Baert, Dozent an der Academie van Sint-Agatha-Berchem, baute eine vielseitige Karriere innerhalb und außerhalb der Jazz- und World-Szene auf, mit Zusammenarbeiten unter anderem mit Stef Kamiel Carlens, Teun Verbruggen und SonBacàn. Er spielte auf internationalen Bühnen, darunter Carnegie Hall (New York), und entwickelte einen lyrischen, klangorientierten Klavierstil, in dem Improvisation zentral ist. Seine Musik ist in der Tradition verwurzelt, sucht aber immer das Experiment. Sein Soloalbum Tinten erschien 2021. Jan Heirman entwickelte sich innerhalb eines urbanen und elektronischen Kontexts mit Projekten wie M.CHUZI, Okkupeerder und MeyanDR. Er arbeitet mit Beats, Texturen und Live-Elektronik, immer mit Raum für Spontanität. In Baertman bildet Improvisation den Ausgangspunkt. Kompositionen entstehen aus Interaktion und Dialog. Dies ist handgemachte Musik. Der Generationsunterschied zwischen beiden Musikern ist kein Gegensatz, sondern ein Motor. Baertman klingt energisch und städtisch, aber gleichzeitig verletzlich und spirituell — eine Suche nach Nuance, Vielschichtigkeit und Verbindung in einer Zeit scharfer Standpunkte. Für Liebhaber von Stuff, The Bad Plus, Schntzl.