Sie hat das Gebäude noch nicht verlassen, die Viola da gamba. Das hippe Oldie geht voll los in dieser Bach-Gesamtausgabe
Um 1720 stand die Viola da gamba auf der Kippe: Cello und Kontrabass dröhnten lauter und ließen sich zuverlässiger stimmen. Es hielt Bach nicht davon ab, die Gambenliteratur zu einem klimatischen Höhepunkt zu schreiben mit drei Sonaten, die seine Faszination für die Klangmöglichkeiten des Instruments verraten. Myriam Rignol und Julien Wolfs zeichnen für eine Gesamtausgabe im Kraakhuis. Ausgangspunkt? „Alt“ ist ganz etwas anderes als „veraltet“.