Spafford Campbell sind zwei britische Musiker in ihren Zwanzigern, die auf ihre eigene Weise die Grenzen traditioneller Musik verschieben: die Geigerin Owen Spafford und der Gitarrist Louis Campbell. Sie trafen sich als Teenager beim Spielen traditioneller Musik und verstanden sich auf Anhieb. Seit ihrem Live-Debüt 2018 haben sie das Publikum mit ihrem dynamischen und scheinbar telepathischen Zusammenspiel beeindruckt, das sich aus zahlreichen spontanen Improvisationssitzungen entwickelt hat.
Ihr neuestes Album, Tomorrow Held, ist weitgehend instrumental und wechselt zwischen Jazz, Post-Rock und Kammermusik, ohne dabei seine Folk-Wurzeln aus den Augen zu verlieren. Nennen Sie es Post-Folk, Trad-Noir oder Folk-Nihilismus; was mehr zählt, ist, dass Spafford Campbell ihren eigenen Weg geht und Genres verwischt. Das Album weckt Assoziationen mit Talk Talk’s atmosphärischem Meisterwerk Spirit of Eden
(1988) und strahlt ein Bon Iver-artiges Gefühl von Transzendenz aus, bleibt jedoch ein Werk von ausgeprägter Individualität.
Sie hören Effektpedale, Ambient-Kassetten-Loops, Blitze elektrischer Gitarre, elektronische Bearbeitung der Geige und impressionistische Begleitung. So erkunden sie eine breite Palette musikalischer Stile: von traditionellen englischen Tanzmelodien bis hin zu Post-Rock und Kammermusik. Infolgedessen beginnen die Grenzen zwischen dem Traditionellen, dem Komponierten und dem Improvisierten zu verschwimmen, was eine intime und doch gewagte musikalische Sprache entstehen lässt, die so raffiniert wie abenteuerlich klingt.
The Breath
Ein glückliches Wiedersehen mit The Breath: Dies ist ihr vierter Besuch bei uns, und jedes Mal lieferten sie intensive, unvergessliche Konzerte.
Das Alt-Folk-Duo formierte sich 2016, als die mehrfach preisgekrönte Folksängerin Ríoghnach Connolly (u. a. Honeyfeet and Afro Celt Sound System) und der Gitarrist Stuart McCallum (ehemaliges Mitglied der Cinematic Orchestra) sich in der Musikszene von Manchester trafen. Seitdem bewegen sie sich mühelos zwischen Rock, Ambient und irischem Folk. Vielschichtiger Gesang, hypnotische Gitarrenriffs und mitreißende Arrangements schaffen einen großartigen, immersiven Sound.
Das Schreiben und Teilen von Liedern steht im Mittelpunkt von The Breath. Connolly ist eine geborene Geschichtenerzählerin: Ihre poetischen, persönlichen Texte berühren ebenso sehr vergangene Sommer und erste Lieben wie kulturelle Umbrüche, postkoloniale Ungerechtigkeit und Trauer. Mit ihrer wunderschönen Stimme, die zwischen zartem Flüstern und tiefen, souligen Tönen wechselt, packt sie einen sofort bei der Kehle. Kombiniert mit McCallums unaufdringlichem, genialem Gitarrenspiel ist das Ergebnis Musik, die intensiv, rein und soulvoll wirkt.
Das Duo hat seitdem drei hochgelobte Alben auf Peter Gabriel’s renommiertem Real World-Label veröffentlicht: Carry Your Kin, Let the Cards Fall and Land of My Other, produziert von Thomas Bartlett (Sufjan Stevens, The Gloaming). At Rode Hond Festival, Sie können bereits einen Vorgeschmack auf das neue Album bekommen, das später in diesem Jahr veröffentlicht werden soll.