Was kann auf einem verlassenen Gelände entstehen? In „Miracle à Milan“ verwandelt Vittorio De Sica einen vernachlässigten Raum in ein Gebiet der Hoffnung, wo die Ausgeschlossenen die Welt neu erfinden, getragen von einem Helden, dessen überschäumende Großzügigkeit und Güte als Waffe gegen die Gier der skrupellosen Enteigner erscheinen. An der Schnittstelle von Neorealismus und Märchen lässt der Film Poesie dort entstehen, wo man sie nicht erwartet, und erinnert daran, dass vergessene Orte zu Räumen der Begegnung, der Fantasie und der Solidarität werden können. Zwischen sozialer Satire, burlesker Poesie und fantastischen Ausbrüchen (denn die Wunder sind wirklich da!) komponiert De Sica ein unklassifizierbares Werk, das der Vorstellungskraft die Brutalität des Kapitals entgegensetzt und die Solidarität der Demütigen gegenüber allen Formen von Macht feiert. Projektion auf Filmrolle!