So beginnt Lucidity, ein psychologisches Drama über Lili, eine Frau, die an seniler Demenz leidet. Einst eine gefeierte Gesangslehrerin und Komponistin, ist sie nun von ihrem Sohn Dante abhängig, der seine Musikerkarriere aufgegeben hat, um sich um sie zu kümmern. Im Rahmen ihrer Forschung zu Musik und Gedächtnis bringt die Neurologin Claire Klugman sie mit der jungen Klarinettistin Sunny in Kontakt. Verbunden durch die Musik, sind alle vier Charaktere auch von Verlust gezeichnet. In einer Gesellschaft, die zunehmend mit Demenz und Alzheimer konfrontiert ist, thematisiert Lucidity Identität, Sterblichkeit und den Preis des Ehrgeizes. In einem subtilen Spiel mit Zeit und Raum schaffen Mathilda du Tillieul McNicol und Basia Bińkowska ein visuelles Universum, das die Desorientierung in Lilis Gehirn widerspiegelt. Das Ende lässt Raum für eine neu gewonnene Klarheit: „Ich sehe klarer als in all den Jahren zuvor.“