Am Ufer eines ungestümen Flusses steht eine rote Backsteinfabrik. In der Abteilung für trockene Teigwaren arbeitet ein Mädchen mit Mehl in den Haaren. In der Saucenabteilung arbeitet ein Junge, der das geheime Rezept der leckersten Tomatensauce kennt. Eines Tages laufen sie einander über den Weg. Ein paar Jahre später sehnen sie sich nach einem Kind. Wanda und Roel durchlaufen eine Fertilitätsbehandlung in einem Krankenhaus ohne Labor. Deshalb muss Roel „die entnommenen Eizellen“ (Follikel) mit seinem eigenen Auto zum Labor bringen. Doch unterwegs bleibt er mit leerem Tank im Craeybeckxtunnel liegen. Er beschließt, mit der fruchtbaren Fracht zum Labor zu rennen. Tunnelkind ist eine Standortvorstellung, in der eine unglaubwürdige Fertilitätsbehandlung mit einem wahrhaftigen Märchen verwoben wird. Eine emotionale, humorvolle Vorstellung über die Bedeutung von Sauce und eine Prise Salz. Mit den Zutaten: aufstäubendes Mehl, eine Nudelmaschine, Tomaten, der Duft von Basilikum und ein Lied.