Amour ist eine Vorstellung darüber, wie die Liebe unser Leben Richtung gibt und bestimmt. Wie versuchen wir, den anderen und uns selbst zu lieben? Sieben queere Schauspieler werfen ihre Stimme und ihren Körper in den Kampf, um eine universelle und liebevolle Geschichte zu erzählen. Eine Vorstellung wie ein Herzschlag, ein Atem, eine kolkende See.
Inspiration kommt aus dem Leben und Werk des deutschen Cineasten Rainer Werner Fassbinder. Seine dunkle, einsame und oft theatrale Bildsprache schafft eine Vorstellungswelt, in der auch Amour sich begibt. Louis Janssens schreibt einen neuen Text, in dem Geständnisse, Liebeserklärungen, Gedanken, Ablehnungen und Verlangen einander abwechseln. Kurze Fragmente folgen einander rhythmisch auf und ergänzen einander. Auf diese Weise entsteht eine Partitur, in der die Liebe sich in all ihren Facetten präsentiert: ein filmisches Mosaik, das dich mitnimmt entlang verschiedener Gespräche, Begegnungen, Rückblicke und Konfrontationen.
Die Spieler scheinen zusammen ein Körper zu werden, sprechen als eine Stimme, in einem Atem, in einer Bewegung. Persönliche Erfahrungen werden kombiniert mit fiktiven Geschichten. Das Männliche, das Weibliche und alles dazwischen wechseln sich ständig ab. Die Spieler werden jedermanns Mann und jedermanns Frau. Sie spielen das Leben und das Leiden von uns allen.
Über die Macher
Die vergangenen Jahre machte Louis Janssens mit Erfolg eine Anzahl intimer, persönlicher und minimalistischer Vorstellungen. Er kreierte die Solovorstellung Serenade (ausgewählt für #nieuwjong von Het TheaterFestival 2021), das Duett Analoog mit Willem de Wolf/De HOE (ausgewählt für Het TheaterFestival und Nederlands Theaterfestival 2023), Desire (ausgewählt für Het TheaterFestival 2024) und letzte Saison noch Family. Eine Anzahl dieser Vorstellungen war zu sehen in De Werf Cultuurhuis.
Met Amour macht er jetzt zum ersten Mal eine größere Vorstellung zusammen mit Peter Seynaeve (NTGent, Het Zuidelijk Toneel), Marjan De Schutter (Toneelhuis, Artemis), Mourad Baaiz (Artemis/Het Zuidelijk Toneel, Ontroerend Goed), Leonore Spee (Ontroerend Goed, Teletext), Sophia Bauer (Kopergietery, Tibaldus) und Rein De Koninck (Praktikum Conservatorium Antwerpen).