Ancor che col partire von Cipriano De Rore ist vielleicht eines der einflussreichsten Madrigale aller Zeiten. Das Werk wurde kopiert, verziert und parodiert und bildete die Inspiration für unzählige andere Kompositionen, von Messen und Madrigalen bis hin zu instrumentalen Bearbeitungen. Große Namen wie Lassus, Gabrieli, Vecchi, Cabezon and Rognoni vertonten diesen Text über das Lieben und Verlieren. Das renommierte La Fonte Musica stellt sich der Herausforderung, die hypnotische Kraft dieses Madrigals zum Ausdruck zu bringen. Das Programm ist als eine lange, fortlaufende Suite konzipiert, in der das Stück von De Rore und andere instrumentale und vokale Versionen ineinander übergehen. Eine radikale Suche, bei der Schönheit neue Schönheit hervorbringt und die Verzauberung niemals endet.
Als Teil von Bellezza e Bruttezza erforscht Bozar gemeinsam mit drei führenden Ensembles die faszinierende Spannung zwischen Schönheit und Hässlichkeit in der Musik des 16. und 17. Jahrhunderts. Graindelavoix untersucht das Konzept der „Hässlichkeit“ durch das Werk von Cipriano de Rore, dem innovativen Komponisten, der laut künstlerischem Leiter Björn Schmelzer durch seine kühne Chromatik eine neue, rohe Kraft in die Musik einführte. Denn kann Hässlichkeit nicht selbst eine Quelle der Schönheit sein, fragt sich Schmelzer. The Italian Ensemble La Fonte Musica (2. Juni '26) konzentriert sich auf Anchor che col partire, eines der einflussreichsten Madrigale der Renaissance und ein zeitloses Symbol der Schönheit. Conductor Michele Pasotti verwebt das Meisterwerk von De Rore mit Adaptionen von Zeitgenossen zu einer kontinuierlichen Suite, in der Schönheit immer reichere Formen annimmt. With Fieri Consort (8. Apr. '26), künstlerische Leiterin Hannah Ely bringt eine weibliche Perspektive in das Thema Schönheit ein. Ihr Programm vereint Werke von unter anderem Maddalena Casulana, Raphaella Aleotti and Francesca Caccini – drei außergewöhnliche Komponistinnen, die ihre Stimme in einer musikalischen Welt erhoben, die noch weitgehend von Männern dominiert wurde.