Frank Focketyn & Rashif El Kaoui - 'Pelleas&Melisande&Pelleas'
Sa., 3. Okt. 2026 · 20:00
De Valkaart, Oostkamp
€24
Dimitri Leue wagt sich mit viel Vergnügen an die höfische Verführungskunst von Maurice Maeterlinck und drängt Frank Focketyn und Rashif El Kaoui in das Harnisch der Liebe.
Die Höflinge, Pelléas und Golaud, suchen in einem Wald fruchtlos nach der schönen Melisande und finden nur einander in einer Steigerung der Liebe. Sie kreisen wie brunftige Hirsche umeinander und verwöhnen das Publikum mit einer Skala an Gefühlen. Gibt es einen größeren Narren als einen Verliebten?
„Ist es nicht zu dunkel unter diesem Baum? Hier können wir nicht sehen, wie glücklich wir sind.“
Zwei Spitzen-Schauspieler purzeln leichtfüßig durch diese höfische Liebesgeschichte, bei der auch die Bedrohung nie weit entfernt ist.
Pelleas: Du wirst mich nie wieder sehen.
Melisande: Ich werde dich immer sehen. Ich werde immer nach dir Ausschau halten.
Pelleas: Ich werde so weit weg sein, dass du mich nie wieder sehen kannst. Melisande: Ganz kurz war ich deine Welt. Was bin ich jetzt?
Toen Maurice Maeterlinck 1911 den Nobelpreis für Literatur gewann, erwähnte die Jury, dass es hauptsächlich für seine Theaterstücke war. „Gekennzeichnet durch einen Überfluss an Fantasie und poetischer Feinheit.“
Dimitri Leue übersetzte den Text des Genters aus dem Französischen neu. Das romantische Seufzen und das repetitive Flirten mit der Gefahr klingen im Niederländischen noch schärfer.
„Ich berühre dich nicht. Vielleicht ein kleines bisschen mit meinen Augen. Aber meine Finger schauen nicht mit.“
Pelleas&Melisande ist so ein wunderbares Märchen für Erwachsene über eine verbotene Liebesbeziehung, Eifersucht und Wehmut. Der Text inspirierte viele Komponisten: Debussy, Schönberg, Sibelius und Fauré vertonten dieses symbolistische Theaterstück.
Antoon Offeciers bearbeitet die Musik von Debussy und verleiht ihr einen jazzigen Sound und Feel. Die Musik wird live dargeboten von Antoon, Tim Vandenbergh und Karel De Backer. Kostüme werden mit seidenem Faden von Lynn Wauters zusammengenäht.
Golaud: Ich schaue in deine Augen. Machst du die manchmal zu?
Melisande: Meistens nachts.