Joodse Geschiedenis van Heide
Wist du, dass Heide zwischen den zwei Weltkriegen einen wahren Zustrom jüdischer Menschen kannte? Die große jüdische Anwesenheit hat einen wesentlichen Beitrag geleistet zum explosiven Wachstum und Blühen des Dorfes Heide. Zwischen 1930 und 1942 gab es mindestens 700 eingeschriebene jüdische Einwohner. Zudem kamen viele hunderte jüdische Touristen an den Wochenenden und während der Sommermonate, um die Natur zu genießen.
Ende der 1920er Jahre bauten sie eine schöne Synagoge, die einzige in Belgien außerhalb der Stadt. Sie stifteten ebenfalls eine Jeshiva, eine Hochschule für das Talmud-Studium, die allererste in Belgien. Verschiedene Hotels waren spezifisch auf jüdische Touristen ausgerichtet. Und viele Pensionen und Zimmer bei gewöhnlichen Bürgern hatten jüdische Gäste.
Vor und während des Zweiten Weltkriegs waren viele Juden – die das nahende Unheil hatten kommen sehen – schon aus Heide und Antwerpen weggezogen. Aber leider wurden die 37 zurückgebliebenen jüdischen Menschen während zwei Razzien in Heide von den Deutschen aufgegriffen und in die Vernichtungslager geschickt.
Startplatz: Station Heide
Afstand: 5km