Im Frühling 2024 zog Sara Salvérius in das Wohn- und Pflegezentrum Clos Bizet in Anderlecht. Auf Anfrage des Klarafestival blieb sie dort eine Woche in Residenz. Sie traf die Bewohner, hörte sich ihre Geschichten an und arbeitete an neuer Musik. So entstand 'Verhalen zonder woorden', eine Reihe intimer Kompositionen für Akkordeon und Klarinette, in denen die Leben einer Generation nachklingen, die allzu oft nicht mehr gehört wird.
In Begleitung des Klarinettisten Jean-Philippe Poncin tourt Sara mit diesem Programm entlang großer Bühnen, kleiner Säle, Wohnzimmer und Wohn- und Pflegezentren. Zwischen der Musik erzählt sie von den Menschen, die ihr ihre Lebensgeschichte anvertrauten: ein Dichter, der seine Worte verliert, ein Paar mit einer beeindruckenden Sammlung an Kuscheltieren, ein Mann, der sich nach einem Schlaganfall kaum noch bewegen kann. Wie sehr diese Begegnungen unter die Haut gingen, ist in der Musik hörbar: manchmal verletzlich und melancholisch, aber ebenso geistvoll und voller Lebenslust. Das charakteristische Timbre der Klarinette verschmilzt mühelos mit der wehmütigen Klangfarbe des Akkordeons. Saras durchlebte Kompositionen und die feinfühligen Improvisationen von Jean-Philippe Poncin erweisen den reichen, geschichteten Leben der Bewohner von Clos Bizet alle Ehre.
Mit diesem Album gewannen Sara Salvérius & Jean-Philippe Poncin im Jahr 2026 den Publikumspreis bei der Belgian Worldwide Music Awards.
Sara Salvérius | Akkordeon & Komposition
Jean-Philippe Poncin | Klarinette & Bassklarinette
Eine kurze Einleitung finden Sie hier.