Der vielgepriesene Filmregisseur Esteban Martínez (Javier Bardem) ist eine Legende, sowohl wegen seiner Filme als auch wegen seiner Vergangenheit, die von Gewalt und Exzessen geprägt ist. Für sein neues Projekt bietet er seiner Tochter Emilia eine Rolle an, unter dem Vorwand, dass er ihr bei ihrer festgefahrenen Schauspielkarriere helfen möchte. Das Zusammenleben am Filmset wird eine Bindung entstehen lassen, die sie seit Jahren nicht mehr hatten, aber es wird auch alte Wunden aufreißen, die nie verheilt sind.\n\nIn ‚The beloved‘ ist Javier Bardem grandios als toxischer Filmemacher, der sich mit seiner Tochter versöhnen will (...) Sorogoyen wirft einen intensiven, rohen Blick auf schwierige Familienbande und die Auswirkungen eines Vaters mit egomanischen Zügen auf das Kind, das er im Stich gelassen hat. Ablehnung und Akzeptanz schlängeln sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, ohne dass der Cineast das Bedürfnis verspürt, eine sentimentale Versöhnung zu erzwingen. Das Leben ist komplexer als das, und so auch dieser ausgezeichnete Film. ★★★★ - in De Standaard