Dieser Schreibworkshop lädt die Teilnehmer:innen ein, ausgehend von Situationen zu schreiben, in denen die Erde mehr als nur eine einfache Kulisse wird, ein Ort der Transformation, der Unterbrechung und der Persistenz. Durch individuelle und kollektive Übungen werden wir das Schreiben als eine Praxis angehen, die aufmerksam auf das ist, was bleibt, wenn Orte bis zur Unkenntlichkeit verändert werden, und auf das, was in Form von Fragmenten, Rückständen oder Spuren zurückkehrt. Indem wir mit Archivfragmenten arbeiten – einem Bild, einer Karte, einem Zeugnis, einem Dokument oder einer Erinnerung –, werden wir uns dafür interessieren, wie sich Territorien rekonfigurieren, wie Felder zu Gittern werden, Dörfer zu Koordinaten, und wie Landschaften durch Infrastrukturen umgestaltet werden, die neue Rhythmen auferlegen, sowohl für unsere Körper als auch für den Boden. Wir werden ausgehend von Landschaften schreiben, in denen sich Kontrolltechnologien in das Gelände selbst eingeschrieben haben; wo der Horizont unterbrochen ist; wo die Luftpräsenz konstant ist; wo die Sprache der Erneuerung Geschichten der Auslöschung überdeckt. Indem wir uns auf das einstimmen, was unter diesen Transformationen und an ihren Rändern besteht, werden die Teilnehmer:innen eingeladen, ihre Aufmerksamkeit auf das zu richten, was die Erde birgt, was sie verweigert und was sich weiterhin jedem Zugriff entzieht. über Shayma Nader is a Palestinian researcher and artist. Her work looks into anticolonial and antidisciplinary imaginaries and research practices, often through walking and speculative fabulations. She holds a bachelor’s degree in English Literature from Birzeit University and a master’s degree in Creative & Cultural Industries from SOAS, University of London. She’s currently a PhD researcher in Development Studies at IOB, University of Antwerp. https://instagram.com/labess._/