Amour ist eine Vorstellung darüber, wie die Liebe unser Leben Richtung gibt und bestimmt. Wie versuchen wir, den anderen und uns selbst zu lieben? Sieben queere Schauspieler werfen ihre Stimme und ihren Körper in den Kampf, um eine universelle und liebevolle Geschichte zu erzählen. Eine Vorstellung wie ein Herzschlag, ein Atem, ein wogendes Meer.
Inspiration kommt aus dem Leben und Werk des deutschen Cineasten Rainer Werner Fassbinder. Seine dunkle, einsame und oft theatralische Bildsprache schafft eine Vorstellungswelt, in der sich auch Amour begibt. Louis Janssens schreibt einen neuen Text, in dem Konfessionen, Liebeserklärungen, Gedanken, Ablehnungen und Verlangen einander abwechseln. Kurze Fragmente folgen einander rhythmisch auf und ergänzen einander. Auf diese Weise entsteht eine Partitur, in der die Liebe sich in all ihren Facetten präsentiert: ein filmisches Mosaik, das dich entlang verschiedener Gespräche, Begegnungen, Rückblicke und Konfrontationen mitnimmt.
Ein Ganzes
Die Spieler scheinen zusammen ein Körper zu werden, sprechen als eine Stimme, in einem Atem, in einer Bewegung. Persönliche Erfahrungen werden mit fiktiven Geschichten kombiniert. Das Männliche, das Weibliche und alles dazwischen wechseln sich ständig ab. Die Spieler werden jedermanns Mann und jedermanns Frau. Sie spielen das Leben und das Leiden von uns allen.