shou Heute Abend ›
Besuch eines stillen Zeugen in Kapellen: Fort Ertbrand Event

Besuch eines stillen Zeugen in Kapellen: Fort Ertbrand

Sa., 18. Juli 2026 · 12:00
Fort Ertbrand, Kapellen
€5–7
Anmeldung bis zum 1. Juli 2026 erforderlich, siehe weiter. Gelegen an der Grenze von Kapellen und Putte, wurde das Fort zwischen 1908 und 1912 als Teil des äußeren Verteidigungsgürtels um Antwerpen erbaut: die Hauptwiderstandslinie. Das Fort sollte die lebenswichtige Eisenbahnlinie in die Niederlande und den Einfallsweg über die Kapellensteenweg gegen einen feindlichen Vormarsch schützen. Das Fort war bei Ausbruch des Eerste Wereldoorlog im Jahr 1914 nicht vollständig fertig; die Notlösung mit wassergetränkten Zementsäcken als Verstärkung der Vorpanzerung und der Geschütztürme sind der Beweis dafür. Auch der Feuerkamm der Hauptfront wurde auf diese Weise verstärkt, da der aus dem Graben stammende Boden (Sand) nicht stabil genug war, trotz der Bepflanzung mit Heidekraut. Das Fortgebäude ist eine trapezförmige Konstruktion, geschützt durch einen Graben (später mit dem Antitankgraben verbunden). Das Betonbollwerk ist ein prächtiges Beispiel für den Übergang zum modernen Festungsbau am Vorabend des Eerste Wereldoorlog. Im Gegensatz zu älteren Backsteinfestungen wurde Fort Ertbrand aus unbewehrtem Beton errichtet und mit Panzerkuppeln (Typ Cockerill Modell 1909), schwerem Geschütz, einer Keelfrontkaserne und der Hauptfrontkaserne ausgestattet. Obwohl es während des Eerste Wereldoorlog nicht direkt unter Beschuss geriet, spielte es eine Rolle bei der Verzögerung des deutschen Vormarsches und wurde später vom deutschen Besatzer selbst angepasst. Das Fortgelände ist, wie bei den anderen Panzerforts, gut in die Landschaft integriert und wirkt aus der Ferne nur wie ein vager Hügel. Dank des nassen Grabens war die Festungsinsel für Eindringlinge leicht abzuriegeln. In de Tweede Wereldoorlog erhielt das Fort einen dunkleren Charakter. Es wurde vom deutschen Besatzer für militärische Übungen und als Lagerplatz genutzt. Nach der Befreiung im Jahr 1944 diente das Fort kurze Zeit als Internierungslager für Kollaborateure, was eine Narbe im lokalen kollektiven Gedächtnis hinterließ. Heutzutage hat das Fort eine friedliche Bestimmung. Seit 1997 ist es Eigentum der Vlaamse Overheid und wird von der Agentur für Natur und Wald und Natuurpunt verwaltet. Da die dunklen, feuchten Gänge ein konstantes Klima haben, ist es zu einem der wichtigsten Überwinterungsplätze für Fledermäuse in Flandern geworden. Wegen Straßenbauarbeiten in der Klinkaardstraat in Putte ist die Oude Galgenstraat auf Höhe des Mastenbos gesperrt. Am besten kommen Sie also mit dem Fahrrad. Der Parkplatz am Fort Ertbrand ist erreichbar von der Canadezenlaan in Heide kommend, der Parkplatz am Mastenbos ist erreichbar von der Kapelsestraat/Ertbrandstraat kommend. Ziehen Sie festes Schuhwerk oder Stiefel an und vergessen Sie Ihre Taschenlampe nicht! Die Route dauert circa zwei Stunden und ist nicht für Kinderwagen geeignet. Hunde sind auf dem Gelände nicht zugelassen. Anmeldung vor dem 1. Juli ist PFLICHT per E-Mail: info@heemkring-hoghescote.be unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Adresse, eventueller Mitgliedsnummer und der Anzahl der Teilnehmer. Für weitere Erklärungen können Sie 03 605 79 89 anrufen. Achtung, die Anzahl der Teilnehmer ist begrenzt. Die Reihenfolge der Zahlung bestimmt Ihre Teilnahme. Nach unserer Bestätigung erwarten wir innerhalb von 5 Tagen Ihre Zahlung auf Kontonummer BE18 4137 2050 7165 der Kon. Heemkring Hoghescote vzw, unter Angabe von ‚Bezoek Fort Ertbrand, Ihr Name, Ihre Mitgliedsnummer oder Adresse, und die Anzahl der Personen‘.
Tickets ↗ In der shou-App öffnen
Veranstaltungsort
Fort Ertbrand
Oude Galgenstraat, 2950 Kapellen
Mehr auf shou — der tägliche Veranstaltungsguide für Belgien: Heute Abend · Dieses Wochenende · Alle Events