Wer heute das Gelände von Lioncity betritt, landet an einem Ort, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sichtbar in sich trägt. Das Gelände, das einst Delhaize gehörte, beherbergte unter anderem die Abfüllanlage und brannte Spirituosen, und spielte so eine große Rolle bei der Entwicklung des Unternehmens zum Supermarkt, wie wir ihn heute kennen. Strategisch günstig in der Nähe der Eisenbahnlinie und des Kanals gelegen, war das Gelände Teil des industriellen Netzwerks, das Molenbeek seit dem 19. Jahrhundert mitgeprägt hat. Lagerhäuser, Logistikgebäude und robuste Konstruktionen zeugen von einer Architektur, die ganz im Dienst von Effizienz, Produktion und Vertrieb stand.
Zeitlichkeit als Strategie
Heute wird das Gelände von Lioncity unter der Leitung von Entrakt vorübergehend genutzt, das das industrielle Erbe für kulturelle, soziale und wirtschaftliche Initiativen öffnet. In den ehemaligen Hallen fanden Projekte wie Volta, Groot Eiland, eine Parkour-Halle, ein Second-Hand-Laden und ein Café ihren Platz. Gleichzeitig befindet sich auf dem Gelände das Delhaize Museum, das Besuchern Einblicke in die Geschichte der Supermarktkette und ihre Produktionsaktivitäten gibt. Die heutige Nutzung respektiert die robuste Industriearchitektur, wodurch die Vergangenheit sichtbar bleibt, während neue Funktionen das Gelände wieder zum Leben erwecken.
Gleichzeitig blickt Lion City nach vorne. Langfristig werden hier Wohnungen und kleinteilige Industrie entwickelt; die Baugenehmigungsverfahren für diese Umgestaltung laufen. Die aktuelle Phase fungiert als Übergangszeit, in der das Gelände als Teil des städtischen Lebens getestet wird. Während dieses Besuchs sehen Sie, wie die Architektur des ehemaligen Delhaize-Geländes nicht nur die industrielle Vergangenheit von Molenbeek widerspiegelt, sondern auch einen Rahmen für zukünftige städtische Entwicklung bietet.