Curtis Harding ist ein Künstler, der weiter wächst, Risiken eingeht und sein eigenes vertrautes Universum baut. Und live? Dann landet dieses Universum direkt in Ihrem Brustkorb.
Eine der spannendsten Stimmen innerhalb des zeitgenössischen Soul? Ohne Zweifel Curtis Harding. Mit seinem vierten Album „Departures & Arrivals: Adventures of Captain Curt“ legt er noch eine ordentliche Schippe drauf.
Was als persönliches Gefühl begann, zu oft unterwegs zu sein und das Heimweh, wuchs zu einer vollständig ausgearbeiteten Konzeptgeschichte über einen Piloten, der sich im Weltraum verirrt. Aber täuschen Sie sich nicht: Das ist kein Gimmick. Harding nutzt diesen Sci-Fi-Rahmen, um etwas sehr Menschliches zu erzählen. Über Liebe auf Distanz, über Hoffnung, wenn man sie gerade nicht mehr sieht, über Kraft finden im Chaos.
Die Platte nahm er komplett selbst in die Hand im Studio von Adrian Quesada (Black Pumas). Keine Kompromisse, kein Filter. Das Ergebnis? Eine üppige Mischung aus Space-Funk, Streichern, psychedelischem Rock und klassischem Soul. Denken Sie an großartige Arrangements (dank Steve Hackman), aber auch an diese typische Harding-Note. Vom romantischen Opener „There She Goes“ bis zu „Hard As Stone“, das ist Harding von seiner ambitioniertesten Seite.