Unverzichtbar für das Funktionieren der Menschheit (ebenso wie Sauerstoff, Gründungsgeschichten und wiederaufladbare Batterien), nähert sich die Energie heute ihren Grenzen. Im Senne-Tal haben zwei Jahrhunderte der Industrialisierung das Gebiet der Kohle, dem Öl und dann der Elektrizität gewidmet – mit dem Ergebnis: ausgelöschte Wasserläufe, verschmutzte Böden, verlagerte Industrien. Die größte Fabrik Brüssels, die CO₂-neutral sein wollte und gleichzeitig Elektroautos produzierte, hinterlässt eine riesige kontaminierte Brache. Muss man im globalen Maßstab das Ende der Welt fürchten oder nur das eines bestimmten Modells? Der Stadtpsychoanalytiker Laurent Petit führt die Untersuchung. Gegliedert um den Mythos des Prometheus, beleuchtet sein Vortrag die Verbindungen zwischen Energie, Wachstum und kollektiver Vorstellungskraft – sowie die noch schwindelerregendere Hypothese eines echten Wandels.