Dimitri Leue wagt sich mit viel Vergnügen an die höfische Verführungskunst von Maurice Maeterlinck und drückt Frank Focketyn und Rashif El Kaoui in den Harnisch der Liebe. Die Höflinge, Pelléas und Golaud, suchen in einem Wald fruchtlos nach der schönen Melisande und finden nur einander in einer Steigerung der Liebe. Sie kreisen wie brunftige Hirsche umeinander und traktieren das Publikum mit einer Skala an Gefühlen. Gibt es einen größeren Narren als einen Verliebten? „Ist es nicht zu dunkel unter diesem Baum? Hier können wir nicht sehen, wie glücklich wir sind.“ Zwei Spitzenakteure purzeln leichtfüßig durch diese höfische Liebesgeschichte, wobei auch Bedrohung nie fern ist. Pelleas: Du wirst mich nie wieder sehen. Melisande: Ich werde dich immer sehen. Ich werde immer nach dir Ausschau halten. Pelleas: Ich werde so weit weg sein, dass du mich nie wieder sehen kannst. Melisande: Ganz kurz war ich deine Welt. Was bin ich jetzt? Toen Maurice Maeterlinck 1911 den Nobelpreis für Literatur gewann, erwähnte die Jury, dass es hauptsächlich für seine Theaterstücke war. „Gekennzeichnet durch eine Fülle an Fantasie und poetischer Raffinesse.“ Dimitri Leue übersetzte den Text des Genters aus dem Französischen neu. Das romantische Seufzen und das repetitive Flirten mit Gefahr klingen noch schärfer im Niederländischen. „Ich berühre dich nicht. Vielleicht ein kleines bisschen mit meinen Augen. Aber meine Finger schauen nicht mit.“ Pelleas & Melisande ist so ein wunderbares Märchen für Erwachsene über eine verbotene Liebesbeziehung, Eifersucht und Wehmut. Der Text inspirierte viele Komponisten: Debussy, Schönberg, Sibelius und Fauré vertonten dieses symbolistische Theaterstück. Antoon Offeciers bearbeitet die Musik von Debussy und gibt ihr einen jazzy Sound und Feel. Die Musik wird live gebracht von Antoon, Tim Vandenbergh und Karel De Backer. Kostüme werden mit seidigem Faden aneinandergestickt von Lynn Wauters. Golaud: Ich schaue in deine Augen. Machst du die manchmal zu? Melisande: Meistens nachts. Spiel: Rashif El Kaoui & Frank Focketyn Live-Musik: Antoon Offeciers, Tim Vandenbergh, Karel De Backer
Tekst, Regie & Szenografie: Dimitri Leue
Muziekcompositie: Antoon Offeciers
Kostuums: Lynn Wauters - Atelier Utilisé
Reels und Trailer: Arn Vanwijmeersch
Techniek: Sonista
Lay out: Sofi Van Hauwe / Nico Goossens
Een Produktion von Leue vzw Realisiert mit der Unterstützung der Tax-Shelter-Maßnahme des belgischen Gesetzgebers via Flanders Tax Shelter und CC Binder Puursam und CC De Meermin Waasmunster