Im Jahr 2019 absolvierte der Künstler François Marcadon eine Residenz am Institut Bethel House in Urakawa (Japan), einer psychiatrischen Einrichtung, die sich innovativen therapeutischen Praktiken widmet, in der Patienten und Personal ohne Unterscheidung miteinander verkehren. Nach seiner Rückkehr nach Brüssel verfasste François einen Text über diesen Aufenthalt und erstellte Porträts von Patientinnen und Patienten sowie eine Reihe von Tusche- und Aquarellzeichnungen, die ihre Krankheit und ihre Ängste heraufbeschwören. Le Centre kulturell von Anderlecht lädt Sie ein, diese Arbeiten in der Ausstellung „Le Miracle d'Urakawa“ zu entdecken. Durch seine Arbeit erforscht François Marcadon die Beziehung zwischen Geist und Körper; was Letzteren betrifft, so untersucht er dessen Eitelkeit und Vergänglichkeit, seine Plastizität und sein metamorphisches Potenzial sowie seine bedingungslose Endlichkeit – seine Sterblichkeit. Seine Werke von großer ästhetischer Eleganz offenbaren eine beunruhigende phantasmagorische Dimension und enthüllen die persönliche Mythologie des Künstlers, die zugleich traumhaft und unerbittlich ist. Dieses Projekt entstand dank der Unterstützung der Fédération Wallonie-Brüssel und der Équipe asbl.