Cabaretière Nele Bauwens beweist, dass sie eine Ras-Erzählerin ist, und nimmt dich mit in das Café von Tante José aus ihrer Kindheit. Sie wühlt in ihrer Blumenerde und gräbt farbenfrohe Figuren aus, die dieses wundervolle Universum bevölkerten. Gleichzeitig legt sie den Kern des zeitgenössischen Problems frei, das Entfremdung heißt, und die soziale Funktion, die das Volks-Café hatte. Zentral steht ihre Tante José, mit ihren 1m53 und knallrotem Haar eine echte Allumeuse oder besser ein kleines „Stekske mit einem Solferkoppeke auf“. Sie führte das Café wie ihre eigene dysfunktionale, aber warme Familie. Es war ihr Leben, die Kunden ihre Freunde, stärker noch, ihre Familie. Und dazu gehörte auch ihre Nichte Neleke, die sich von ihrer Tante in die Welt der Schlager und Lebenslieder eintauchen ließ. Genau wie bei Tante José zwängen sich Sätze aus Schlagern für ihre echten Gedanken hervor! Ihre eigene Form von Tourette, in der Wissenschaft auch das Oempalapapero-Syndrom genannt. Natürlich führt diese Erkrankung öfter zu lustigen Situationen und… wunderschönen Gesangsnummern. Lustig, berührend, Stimmung, out of the (juke)box, stark. Diese Aufführung entstand in Zusammenarbeit mit Chris Van Camp (Text, Coaching, Regie) und Renaat Van Hee (Lichtdesign, Produktion).