Die Geschichte des Phönix – der mythische Vogel, der aus seiner eigenen Asche wiederaufersteht – bildet das Herz von Het lied van de feniks (Das Lied des Phönix). Mit dieser uralten Erzählung als Ausgangspunkt schaffen die Musiker des Aavaaz-Quartetts eine poetische und musikalische Reise.\n\nComponist Shahab Azinmehr übersetzte den Lebenszyklus des Phönix in Musik, in der orientalische Klänge, Gesang und Improvisation zusammenkommen. Zusammen mit Nathan Daems, Seraphine Stragier und Farnoosh Khodadadeh bringt er eine intensive musikalische Geschichte über Leben, Tod und Wiedergeburt.\n\nDie Texte und Erzählungen von Farnoosh Khodadadeh und Josse De Pauw geben der Musik eine zusätzliche erzählerische Ebene.\n\nDie Inspiration für diese Aufführung stammt aus Die Konferenz der Vögel, einem Meisterwerk des iranischen Mystikers und Dichters Attar Neishabouri aus dem zwölften Jahrhundert. In dieser berühmten Geschichte singt der Phönix seine mysteriösen Lieder, die alle Lebewesen gleichzeitig in Bewegung bringen und zum Schweigen zwingen. Wenn der Vogel spürt, dass sein Ende naht, baut er einen Holzstoß um sich herum. Während er singt, geht er in Flammen auf. Aus der Asche ersteht anschließend ein neuer Phönix, Symbol für Erneuerung und Hoffnung.