Das Belliard-Denkmal oben auf der Treppe zwischen BOZAR und dem Park von Brüssel, dasjenige von Leopold I. oben auf der Kongresssäule, das Gedenkmonument auf dem Märtyrerplatz: Sie alle sind Werke von Guillaume Geefs. Jedes einzelne davon Skulpturen, die ein unabhängiges Belgien fördern sollen. Er war der richtige Mann am richtigen Ort zur richtigen Zeit mit den richtigen Verbindungen.\n\nEs ist seltsam, dass wir den hochbegabten Guillaume Geefs (1805–1883) nicht namentlich kennen, denn sein Werk ist allgegenwärtig. Nicht nur in Brüssel, sondern auch weit über die Landesgrenzen hinaus wurden seine Statuen in Kunstsammlungen aufgenommen oder sind im öffentlichen Raum zu bewundern.\n\nEin starkes Netzwerk\nDer in Antwerpen geborene Bäckersohn lässt sich in jungen Jahren in Brüssel nieder. Sein angeborenes unternehmerisches Talent treibt ihn in die neue und kapitalkräftige Hauptstadt. Über das Netzwerk seiner irischen Ehefrau Fanny Corr und durch Interventionen von Leopold I. zieht Geefs eine Kundschaft von der anderen Seite des Kanals an.\n\nZusammen mit seinem Freund Gustave Wappers war Geefs der Bildhauer schlechthin, um der jungen belgischen Nation Kunstwerke zu verschaffen, die ihre Identität prägten. Das bekannteste Werk von Wappers zeigt den Unabhängigkeitskampf auf der Grote Markt. Neben diesem immensen Gemälde in der großen Halle der Museen für Schone Kunsten van Belgi steht eine Statue von Leopold I., ebenfalls ein Werk von Geefs und stammend aus der Kamer van Volksvertegenwoordigers.\n\nDieser Spaziergang wurde anlässlich der Veröffentlichung des Guillaume Geefs van Korei-Führers Frederik Tinck entwickelt. Das Buch ist unter anderem im Museumsshop des Koninklijke Musea für Schone Kunsten van Belgi erhältlich.