Guido de Neve – Die reiche deutsche Barockmusik für Violine solo
So., 14. März 2027 · 11:00
Stadhuis Damme, Damme
€12–20
In diesem Programm steht die Barockvioline völlig im Mittelpunkt, mit ihrem reichen Klang, ihrer Vielseitigkeit und ihren ausdrucksstarken Möglichkeiten. Drei Komponisten aus dem achtzehnten Jahrhundert zeigen jeweils eine eigene Herangehensweise an das Instrument und lassen hören, wie die Violine sowohl tänzerisch, lyrisch als auch virtuos sprechen kann.
Johann Sebastian Bachs Partita Nr. 1 in h-Moll (BWV 1002) bildet den Ausgangspunkt. Die vier Tänze – Allemanda, Corrente, Sarabande und Tempo di Borea – werden jeweils von einer Double gefolgt, in der dasselbe musikalische Material weiterentwickelt wird. Dadurch entsteht ein raffiniertes Zusammenspiel von Wiedererkennung und Variation, wobei jeder Tanz eine neue musikalische Schicht erhält.
Met de Fantasie in B-Dur (TWV 40:14) wählt Georg Philipp Telemann eine freiere Form. Kurze, kontrastierende Ideen wechseln einander ab und schaffen ein lebendiges Ganzes, in dem Lyrik, spielerische Rhythmik und Virtuosität einander auf natürliche Weise ergänzen.
Johann Georg Pisendels Sonate in a-Moll schließt das Programm ab mit Musik, die stark von der italienischen Violintradition beeinflusst ist. Die Sonate nutzt den gesamten Bereich der Barockvioline und kombiniert technische Bravour mit großer Ausdrucksstärke.
Das Konzert wird auf einer Barockvioline aufgeführt, die 1692 in Gent von Hendrik Willems gebaut wurde. Der historische Klang dieses Instruments verleiht der Musik eine besondere Farbe und bringt das Repertoire nahe an seine ursprüngliche Klangwelt.