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Mary Lattimore x 'Old Joy' - VIDEODROOM 2026 Kino

Mary Lattimore x 'Old Joy' - VIDEODROOM 2026

Do., 8. Okt. 2026 · 20:00
Kunstencentrum VIERNULVIER, Ghent
€22–25
Ein „Slow Cinema“-Klassiker aus dem Jahr 2006 bekommt ein einmaliges neues musikalisches Gewand durch Harfenistin Mary Lattimore. Der offizielle Eröffnungsfilm von Videodroom 2026 verspricht ein einzigartiges Ereignis zu werden. Wir feiern den 20. Geburtstag von ‚Old Joy‘, dem intimistischen und melancholischen Roadmovie des amerikanischen Regisseurs Kelly Reichardt. Letzterer gab uns die Erlaubnis, ‚for one night and one night only‘ diesen Indie-Klassiker mit einer brandneuen Live-Score zu zeigen. Niemand Geringeres als die gefeierte Harfenistin Mary Lattimore wird mit ihren verträumten und meditativen Kompositionen eine neue Score für den Film bringen. ‚Old Joy‘ folgt zwei alten Freunden, gespielt von Daniel London und dem ikonischen Singer-Songwriter Will Oldham aka Bonnie ‚Prince‘ Billy, die sich in den vergangenen Jahren etwas aus den Augen verloren haben, auf einem Camping-Trip. Unterwegs trinken sie Bier, schießen auf Dosen und es gibt lange, bedeutungsvolle Stille. An sich passiert nicht so viel, aber zwischen den Zeilen entspinnt sich ein wunderschönes und poetisches Porträt einer angespannten Freundschaft, zerbrochener Zukunftsträume und weit entfernter Vergangenheiten. Reichardt setzte sich mit dieser bittersüßen Skizze, die lange nach dem letzten Bild nachhallt und Fragen aufwirft, an die Spitze des amerikanischen unabhängigen Kinos. Mit renommierten Filmen wie ‚Meek's Cuttoff‘ und ‚First Cow‘, jeweils mit begrenzten Budgets gemacht, vor Ort gefilmt und ohne große Namen, entwickelte sich Reichardt zu einer der bedeutendsten amerikanischen Regisseurinnen der letzten 20 Jahre. Der ursprüngliche Soundtrack von ‚Old Joy‘ von Indie-Lieblingen Yo La Tengo darf für einen Abend unter Verschluss bleiben und wird durch die intimistische Musik von Mary Lattimore ersetzt. Seit ihrem Debüt ‚The Redrawing Room‘ aus 2013 ist sie aus der amerikanischen experimentellen Folk-Szene nicht mehr wegzudenken. Sie arbeitete mit Künstlern wie Kurt Vile, Meg Baird, Harold Budd, Thurston Moore, Sharon Van Etten, Jarvis Cocker, Steve Gunn, Julianna Barwick, Fursaxa… Ihre Musik reicht von zart und verträumt bis komplex und überwältigend. Eine virtuose Musikerin, die live mit unzähligen Effektpedalen jonglieren kann, aber ebenso ihre Harfe - befreit von aller Elektronik - zum Singen bringen kann wie keine andere.
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Veranstaltungsort
Kunstencentrum VIERNULVIER
Sint-Pietersnieuwstraat 23, 9000 Ghent
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