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Die Fantasie und Notwendigkeit der Solidarität Event

Die Fantasie und Notwendigkeit der Solidarität

Sa., 19. Sept. 2026 · 19:30
Rosas, Brussels
Was erfordert Solidarität zwischen Menschen, die nicht die gleichen Rechte haben? Worin besteht die Solidaritätsarbeit, wenn man die eigene potenzielle Beteiligung als Täter oder passiver Komplize berücksichtigt? Wie lernen Zeugen, die Risiken derer zu teilen, die sie unterstützen? Und was wird möglich, wenn Solidarität sowohl eine radikale Politik als auch unvollkommene Formen des Engagements im Kampf umfasst? In ihrem neuesten Werk untersucht die Schriftstellerin und Queer-Aktivistin Sarah Schulman Solidarität durch ihre langjährige Erfahrung in der politischen Organisation, die mehrere Bewegungen durchzieht; wobei die Solidaritätsbewegung mit Palästina eine zentrale und bestimmende Rolle in unserem aktuellen politischen Kontext spielt. Sarah befasst sich sowohl mit den Prinzipien als auch mit den Fallstricken der chaotischen Solidaritätsarbeit, indem sie sich auf Erzählungen, Dokumente und „Lektionen in Mut“ stützt, die aus ihrem eigenen Werdegang und dem anderer Personen stammen, die im Kampf für das Recht auf Abtreibung im post-franquistischen Spanien, im Aids-Aktivismus in New York in den 1990er Jahren, im anhaltenden Protest gegen den Völkermord am palästinensischen Volk durch Israel und den Herausforderungen, als Queer-Künstlerin in von Männern dominierten Kulturindustrien tätig zu sein, engagiert sind. Da Solidarität eine „dialogische Beziehung des Zuhörens“ beinhaltet, lädt sie das Publikum zum Gespräch ein (im Dialog mit Bojana Cveji), anstatt eine Rede an uns zu richten. Ihr Buch The Fantasy and Necessity of Solidarity wird am Stand von rile*books erhältlich sein. • Sarah Schulman ist eine amerikanische Romanautorin, Dramatikerin und Aids-Historikerin, bekannt für ihre Arbeit zu LGBTQ+-Rechten und ihren Aktivismus für soziale Gerechtigkeit. Sie hat Preise für zahlreiche belletristische Werke erhalten. Neben ihren 12 Romanen, die in 8 Sprachen übersetzt wurden, haben ihre Sachbücher, The Gentrification of the Mind (2012), Conflict Is Not Abuse (2016) und The Fantasy and Necessity of Solidarity (2025), großes Interesse in der Basisaktivismus-Szene geweckt. Als aktives Mitglied von ACT UP hat sie maßgeblich zur Dokumentation dieser Bewegung durch das ACT UP Oral History Project, das Buch Let the Record Show: A Political History of ACT UP New York, 1987–1993 und den Film United in Anger: A History of ACT UP (2012, co-regie mit Jim Hubbard) beigetragen.
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Veranstaltungsort
Rosas
Van Volxemlaan 164, 1190 Brussels
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