Im Herzen eines botanischen Gartens, in einer deutschen Universitätsstadt, steht ein gigantischer Ginkgo. Dieser stille Zeuge beobachtet seit mehr als einem Jahrhundert den Aufmarsch menschlicher Leben. Im Jahr 1908 ist Grete die erste Studentin ihrer Universität. Unbeirrt findet sie ihre Berufung: nicht in der Biologie, sondern in der Fotografie. Vierundsechzig Jahre später verliebt sich Hannes in eine Studentin der Botanik. Während er ein Projekt für ihre Dissertation betreuen muss, beginnt er eine ziemlich ungewöhnliche Beziehung – mit einer Geranie. Schließlich, während des Coronavirus-Lockdowns von 2020, sitzt Tony, ein Neurowissenschaftler aus Hong Kong, in den verlassenen Universitätsunterkünften fest. Wir folgen jedem bei ihren Versuchen, Verbindungen zu schaffen, transformiert durch die mysteriöse Kraft der Natur.