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19:30 Lezing Christoph Busch – Das Theater der Welt betrachtet durch Arendts Augen Theater

19:30 Lezing Christoph Busch – Das Theater der Welt betrachtet durch Arendts Augen

Mi., 18. Nov. 2026 · 19:30
Cultureel Centrum Baarle, Baarle-Hertog
€8
Eine Lesung für jeden, der sich Sorgen um den Zustand unserer Demokratie macht und der nach Wegen sucht, Verantwortung zu übernehmen, nicht trotz, sondern gerade innerhalb der Komplexität unserer Zeit. In einer Zeit zunehmender Polarisierung, Desinformation und demokratischer Erosion bietet diese Lesung von Christophe Busch – inspiriert vom Denken von Hannah Arendt – einen erhellenden Blick auf die heutige Gesellschaft. Busch erforscht, wie Wahrheit immer häufiger unter Druck gerät, wie die öffentliche Debatte schmaler wird und wie der Raum für Unterschied und Pluralität abnimmt. Was passiert mit einer Gesellschaft, wenn Fakten durch Meinungen ersetzt werden, wenn die Lüge organisiert wird, wenn Gegensätze zu Feindschaft werden und wenn die Fähigkeit, aus mehreren Perspektiven zu denken, verloren zu gehen droht? Aus seiner Expertise in kollektiver Gewalt und Radikalisierungsprozessen beleuchtet Busch die Gefahren der ‘Depluralisierung’ – das Verschwinden einer geteilten Realität, in der wir einander noch verstehen können, selbst wenn wir unterschiedlicher Meinung sind. Christophe Busch lädt das Publikum ein, mit Arendt-Augen auf ‘das Theater der Welt’ zu schauen. Er zeigt, wie der Erhalt von Demokratie und Menschlichkeit heute mehr denn je von unserer Bereitschaft abhängt, den anderen weiterhin als Menschen zu sehen, Zweifel zuzulassen und Pluralität aktiv zu schützen. Christophe Busch ist Kriminologe (Universiteit Gent) und Master in Holocaust- und Genozidstudien (Universiteit van Amsterdam). Nach seinem Kriminologiestudium in Gent begann er 2001 in der forensischen Psychiatrie für die Behandlung von schuldunfähigen Tätern (Internierung) zu arbeiten. Später war er als Koordinator für den Ausbau eines forensisch-psychiatrischen Versorgungskreislaufs verantwortlich. Ende 2012 wechselte er zum Kazerne Dossin (Memorial, Museum und Forschungszentrum über den Holocaust und Menschenrechte), wo er im Januar 2013 zum operativen Direktor und im Juli 2016 zum Generaldirektor ernannt wurde, in Nachfolge von Herman Van Goethem, der Rektor an der Universiteit Antwerpen wurde. Er promoviert an der UvA über die Komplexität von Täterverhalten und die Rolle der Bildgebung in Prozessen kumulativer Radikalisierung. Er ist als Experte für Radikalisierung in verschiedenen Regierungsbehörden tätig. Ende 2019 verließ er Kazerne Dossin und wurde Direktor des Hannah Arendt Instituut für Diversität, Städtigkeit und Bürgerschaft.
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Veranstaltungsort
Cultureel Centrum Baarle
Pastoor De Katerstraat 5, 2387 Baarle-Hertog
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