Ein sonniger, wochentäglicher Morgen. Zwei Schüler holen während der Mittagspause Waffen aus ihren Schultaschen und richten in der Schulbibliothek und der Kantine ein wahres Blutbad an.
Immaculata folgt dem Bericht von vier Jugendlichen während der letzten Nacht (und Morgen) ihres Lebens. Sie sprechen über junges Glück. Oder Unglück. Über freudige Erwartungen. Oder das Fehlen davon. Aber im Hintergrund klingen stetig die näherkommenden Schritte bewaffneter Mitschüler, die auf dem Weg sind, all diesem Staunen über dieses Leben abrupt ein Ende zu bereiten.
Dieser rhythmische Text aus dem Jahr 2004 basiert auf dokumentarischem Material der Highschool-Shootings in Columbine und Erfurt. Fast forward zu heute: in unseren Zeiten von Online-Hass und Radikalisierung erweisen sich 1 von 3 Verdächtigen in belgischen Terrorakten, in denen von Gewalt die Rede ist, als minderjährig. Beunruhigend.
Zwanzig Jahre nach der ursprünglichen Aufführung untersuchen wir den Text mit einer neuen Generation junger Spieler, Musiker und Publikum neu.
Tekst Stijn Devillé & Adriaan Van Aken
Spel Mathisse De Sutter, Lena Devillé, Omar Ouali und Polly Zuydwijk
Muziek Jip Arickx & Frauke Van Havermaet