Wie nehmen wir die Welt durch unsere Haut wahr? Lucie Yerlès und ihr Team bieten uns eine großzügige sensorische Performance zwischen Zirkus, Theater und Tanz.
Als Zirkuskünstlerin wurde Lucie Yerlès sich einer Diskrepanz zwischen ihrer eigenen Erfahrung des Berührens – alltäglich, technisch – und derjenigen bewusst, die in unseren westlichen Gesellschaften dominiert, wo der physische Kontakt hauptsächlich der intimen Sphäre vorbehalten bleibt. Was bedeutet es, zu berühren oder berührt zu werden? Auf einer Piste oder einer Bühne ist es vor allem eine Notwendigkeit. Die Hebungen, das Hand-in-Hand oder die „Paraden“ setzen ein feines Zuhören und eine physische Verantwortung voraus. Diese körperliche Verbindung ist Werkzeug ebenso wie Risikobereitschaft.
„Corps tendres“ stützt sich auf diese Diskrepanz. Vier Zirkuskünstler und ein Musiker bieten eine immersive Performance in einer sanften und spielerischen Landschaft. Das Projekt geht aus einer Forschungsarbeit hervor, die im Vorfeld mit Amateuren in Workshops durchgeführt wurde. Über die akrobatische Zirkusvirtuosität hinaus lädt uns „Corps tendres“ ein, unseren Blick auf die taktile Nähe zu verändern, um deren beunruhigende Komplexität zu enthüllen.
Coproduction Théâtre National Wallonie-Bruxelles
En Zusammenfassung
Das Spektakel erforscht die Frage des Berührens durch Zirkus, Tanz und Musik.
Was bedeutet es, zu berühren oder berührt zu werden?
Das Spektakel lädt dazu ein, über die Notwendigkeit des physischen Kontakts nachzudenken.
Eine sensible Erfahrung, um zu spüren, was uns mit anderen verbindet.