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Damit sich die Winde erheben Theater

Damit sich die Winde erheben

Di., 16. Juni 2026 · 19:00
Théâtre Varia, Brussels
Pour que les vents se lèvent und den (Trojanischen) Krieg gewinnen. Ein Vater (Agamemnon) opfert seine Tochter (Iphigenie). Um ihre Tochter zu rächen, tötet eine Frau (Klytaimnestra) ihren Ehemann. Und um seinen Vater zu rächen, ermordet ein Sohn (Orest) seine Mutter. Gewalt ruft Gewalt hervor, bis ein Gericht dem ein Ende setzt und die Gerechtigkeit erfindet. Das ist die Orestie (von Aischylos), geschrieben im 5. Jahrhundert (vor Christus). Heute haben die Götter ihre Kostüme gewechselt. Die Paläste sind zu Strukturen geworden, die man auf- und abbauen kann. Informationen zirkulieren, verwandeln sich, verstärken sich. Der Mythos rekonstruiert sich immer wieder und spielt sich ständig vor unseren Augen ab. In einer Kulisse, die an unsere Ära der Ströme erinnert, nehmen zwölf Darsteller im letzten Jahr an der INSAS, begleitet von den Studierenden der Theater- und Kommunikationswissenschaften, unter der Regie von Olivier Boudon den Text von Gurshad Shaheman in die Hand, um die Tragödie auszupacken und ihre Mechanismen freizulegen. Sie demontieren die politische und kulturelle Vorstellungswelt dieser kanonischen Geschichte und enthüllen die Erzählungen, die beiseitegelassen wurden.
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Veranstaltungsort
Théâtre Varia
Skepterstr. 78, 1050 Brussels
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