Ein sonniger Wochentag am Vormittag. Zwei Schüler holen während der Mittagspause Waffen aus ihren Schultaschen und richten in der Schulbibliothek und der Mensa ein wahres Blutbad an. ‘Immaculata’ folgt dem Bericht von vier Jugendlichen während der letzten Nacht (und des letzten Morgens) ihres Lebens. Sie sprechen über junges Glück. Oder Unglück. Über freudige Erwartungen. Oder das Fehlen derselben. Doch im Hintergrund erklingen stetig die näherkommenden Schritte bewaffneter Mitschüler, die auf dem Weg sind, all dem Staunen über dieses Leben ein abruptes Ende zu setzen. Dieser rhythmische Text aus dem Jahr 2004 basiert auf dokumentarischem Material der Highschool-Amokläufe in Columbine und Erfurt. Fast forward bis heute: In unseren Zeiten von Online-Hass und Radikalisierung sind 1 von 3 Verdächtigen in belgischen Terrorakten, bei denen Gewalt im Spiel ist, minderjährig. Beunruhigend. Zwanzig Jahre nach der ursprünglichen Aufführung untersuchen wir den Text mit einer neuen Generation junger Schauspieler, Musiker und Publikum neu. "Es ist beeindruckend, wie so viele Bilder mit einer solch auffälligen Nüchternheit der Mittel und des Stils hervorgerufen werden können. Das ist wirklich starker Stoff." - Pol Arias, Radio 1