Lange vor Bob Dylan und Joni Mitchell gab es bereits Singer-Songwriter, die ein Publikum mit nicht mehr als einer Stimme und ein paar Saiten verzaubern konnten. Im England um 1600 hießen sie Dowland, Campion of Morley, und ihre „Lute Songs“ oder Lautenlieder waren die Popballaden jener Zeit: persönlich, poetisch und berührend einfach. Was diese Musik so kraftvoll macht, ist ihre Direktheit: ein Frage-und-Antwort-Spiel zwischen Stimme und Instrument. Près de votre oreille gräbt das Schönste aus diesem ikonischen Repertoire aus. Der Meister der Melancholie John Dowland steht im Mittelpunkt, flankiert von weniger bekannten Zeitgenossen. Der warme Klang der Viola da gamba und die elegante Energie der Laute bilden eine Kombination, die gleichzeitig intim und reich klingt – ein samtiges Klangbett für den Gesangspart. Für einen Moment wird AMUZ zu einem Zimmer in Elizabethaans Londen, in dem man atemlos zuhört und aus tiefstem Herzen genießt.