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Die Finsternis des roten Mondes von Caroline Guimbal Kino

Die Finsternis des roten Mondes von Caroline Guimbal

Mo., 16. Nov. 2026 · 20:00
La Tricoterie - Link factory, Brussels
Von „L’éclipse de la lune rouge“ geht eine erstaunliche Sanftheit aus. Erstaunlich deshalb, weil das Projekt auf dem Papier nicht gerade zu Gelassenheit einlädt: Es ist ihre sterbende Mutter, die die Regisseurin Caroline Guimbal zu filmen und zum Sprechen zu bringen beschloss, wobei sie mit ihr die vielfältigen Wunden ihrer Vergangenheit durchschritt. Es ist schwer, gegenüber den Erzählungen dieser Frau, die vom Leben und vor allem von Männern misshandelt wurde, unempfindlich zu bleiben: von einem abwesenden Ehemann bis zu einem missbräuchlichen Lebensgefährten, von Gelegenheitsjobs bis zu prekären Beschäftigungsverhältnissen ist es eine Abfolge von Unglücken, die über sie hereingebrochen sind, mit diesem Krebs als Endpunkt, der als unheilbar diagnostiziert wurde.\n\nAngesichts der durch die Krankheit geschaffenen Frist wollte die Regisseurin ihre Kamera auf ihre Mutter richten. Nicht nur, um ihre letzten Monate festzuhalten, sondern auch, um zu verstehen, zu interagieren, zu fühlen, sich zu verbinden. Insbesondere durch dieses Vorgehen ist „L’éclipse de la lune rouge“ von Sanftheit geprägt: Es ist ein Raum des Zuhörens und der fast therapeutischen Vermittlung, der um die Konzeption des Films herum entsteht, an dem ihre Mutter eine aktive Teilnehmerin ist und sogar angibt, wie der Dokumentarfilm enden sollte. Es liegt auch an der Art und Weise, wie sie sie filmt: natürlich mit Liebe und Wohlwollen, aber auch mit Bewunderung, in dem Bestreben, ein wenig von ihrer Magie einzufangen.\n\nVon den Interaktionen zwischen Mutter und Tochter geht etwas Leuchtendes aus. Als die Regisseurin zu dem Zeitpunkt, als sie vom bevorstehenden Tod ihrer Erzeugerin erfährt, mit ihrem Sohn schwanger ist, macht sie ihre Zweifel und Sorgen zu einer bewegenden und bewegten Materie, gegenüber der es schwer ist, unempfindlich zu bleiben. Sobald der Film beendet ist, erscheint die Sanftheit von „L’éclipse de la lune rouge“ nicht als Leugnung oder Relativierung der Unglücke eines Lebens, sondern als ein Akt des Widerstands gegen Ungerechtigkeiten.\n\n10 EURO PREIS für das allgemeine Publikum\n5 EURO FÜR DIE FREIWILLIGEN VON Pass-ages und von Continuing care
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Veranstaltungsort
La Tricoterie - Link factory
Rue Théodore Verhaegen, 158, 1060 Brussels
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