Caro ist auf dem Land aufgewachsen, in einem Austausch, der von lokalem Dialekt geprägt war, nicht weit vom Kühlwagen ihrer Mutter entfernt. In ihrer Familie ist man von Mutter zu Tochter Metzgerin, ein Erbe, das sie dort stehen lassen wird, träumend von anderen Bühnen als denen ihrer geliebten Heimat. So beginnt die große Reise der sozialen Mobilität, auf der sie, wie in einem verrückten Remake des Zauberers von Oz, von Robin und einigen entscheidenden Begegnungen begleitet wird: einem Chamäleon im Burn-out mit Wurstfingern, einer Cowgirl-Raumschiffpilotin und einem Video, das abwechselnd die Mutter und die Freundinnen aus der Kindheit darstellen wird. Multi-Wourst schlägt vor, anders über den Übergang von einer sozialen Klasse zur anderen zu sprechen, nicht als Aufgabe der Seinen oder als Flucht nach vorne, sondern als Epos zum eigenen Verlangen, mit Anerkennung für das, was uns angeboten wurde. Collage, Wortspiele, Poesie und schräger Humor sind die Sprache, die Carole Gantner gewählt hat, um ihre Odyssee zu erzählen. Die verschiedenen Versionen der Schauspielerin kreuzen sich auf der Bühne, die Realitäten werden nebeneinander gestellt: Sie ruft alle diejenigen zusammen, die sie hätte sein können, und diejenige, die sie werden möchte. In einer einzigartigen und sehr selbstbewussten Ästhetik, zwischen Popkultur und klassischen Referenzen, spricht diese Kreation jedoch weniger von einem singulären Weg als von den Umständen, die ihn möglich machen. Die junge Autorin amüsiert sich zwischen Dokumentarfilm und absurder Fiktion. Hier ist der individuelle Weg eher ein Vorwand als ein Thema an sich, um die Begriffe Privilegien und sozialen Determinismus anzusprechen. In Kopräsentation mit dem Théâtre de la Vie.