Eva und Rinus sind Freunde. Sie leben zusammen und ziehen Moïra, 7 Jahre alt, groß. Rinus spricht Niederländisch. Eva spricht Französisch. Eva ist eine Piratin des Lebens. Rinus leidet an einer Krankheit, von der er nicht heilen wird. Wie kann man sich die Zukunft in der Unmittelbarkeit des Verlusts vorstellen? Welches Erbe soll man denen hinterlassen, die folgen? Wenn die Realität keine Antworten mehr liefert, ist es nicht klug, einen Blick zur Seite zu werfen, auf das, was nicht gesehen wird? Mit viel Humor und Poesie entfaltet das Trio einen Schatz an Wissen und Know-how als wertvolles Erbe, das es anzubieten gilt. L’invisible n’est pas inexistant ist eine freudige Erkundung des gemeinsamen Handelns auf eine andere Weise. Auf der Bühne erzeugt die Schwerkraft Elektrizität, indem sie unsere Konsumgewohnheiten kurzschließt, während sie gleichzeitig eine ästhetische Sprache erfindet. Diese Schwerkraft wird zu einem greifbaren Körper im Raum im Dialog mit den arbeitenden menschlichen Körpern. Eine zärtliche und magische Fabel, die dazu einlädt, sich neuen Ressourcen zu öffnen, seien es energetische oder menschliche. Die familiären Bindungen übertreffen die Blutsverwandtschaft, die Astrophysik wird zur Poesie und betont die Porosität zwischen mehreren Welten: der des Kindes und der der Erwachsenen, der sichtbaren Welt und der unsichtbaren Welt.