Dr. Tim BRYS (Artificial Intelligence Lab VU.B) Und dann war da ... KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
Di., 2. Juni 2026 · 18:00
Stadsschouwburg Vredeberg, Lier
€1–5
KÜNSTLICHE INTELLIGENZ (KI) ist der Sammelbegriff für Maschinen (wie Computer), Netzwerke und Software, die Aufgaben ausführen können, für die früher menschliche Intelligenz erforderlich war, und ist in kurzer Zeit alltäglich geworden. Mehr als die Hälfte der Flamen nutzt eine Form von KI, um Dinge nachzuschlagen, Probleme zu lösen, Vorhersagen zu treffen und andere Maschinen, aber auch Menschen zu steuern. Mittlerweile wird deutlich, dass eine AGI – GENERALISIERTE KÜNSTLICHE SUPERINTELLIGENZ – entsteht, die sich selbst weiterentwickelt. Die alles kann, was der Mensch kann – und sogar noch mehr. Wenn superintelligente KI gebaut werden kann und diese AGI sich durch die kumulative Verarbeitung von Daten selbst weiterentwickeln kann, könnte sie durchaus alle Ressourcen auf der Erde beanspruchen, auch auf Kosten der Bedürfnisse der Menschen und der Gesellschaft, wie wir sie heute kennen. Der Ökonom J.M.KEYNES sagte in den 1930er Jahren voraus, dass sich der technologische Fortschritt in einfacheren und an Maschinen abzugebenden Produktionsprozessen niederschlagen würde. Das würde zu viel mehr Freizeit und mehr sozialer Gleichheit führen. Die Entwicklung von KI, insbesondere von AGI in den Händen wachsender (vor allem amerikanischer) Unternehmen, die auf die Konzentration von Wissen, Geld, Macht und Kontrolle sowie auf Gewinnmaximierung ausgerichtet sind, könnte durchaus zu einem Technofeudalismus, also zu Rückschritt und mehr Ungleichheit führen. Dr. Tim BRYS, Forscher an der V.U.B., veröffentlicht neben akademischen Arbeiten regelmäßig Beiträge in Zeitungen, Wochenzeitschriften und auf Websites. Und er hat ein Buch darüber geschrieben. Er plädiert für einen bedächtigen Umgang mit der neuen Technologie. Mit Sorge um das gute Zusammenleben und ausgehend von einem reichen Menschenbild analysiert er die Auswirkungen von KI(G) auf unsere Beziehungen, Freiheit, Kreativität, Arbeit und vieles mehr. Er plädiert für Besonnenheit und moralische Vorstellungskraft in einer Zeit rasanten Wandels.