Dans The Deviant Majority (von Basaglia bis Brasilien), Dora García befasst sich mit den revolutionären Reformen in der Psychiatrie, die aus der politischen Bewegung der späten 1960er Jahre hervorgingen, und untersucht alternative Behandlungsprogramme, die heute praktiziert werden. Dieser Film dreht sich um drei Begegnungen: die Theatergruppe des psychiatrischen Krankenhauses von Triest, die Accademia della Follia (Akademie des Wahnsinns), die sowohl aus Patienten als auch aus medizinischem Fachpersonal besteht; die Freaked on the Scene Theatre of the Oppressed de Rio de Janeiro; und die Aktivistin Carmen Roll, ehemaliges Mitglied des Sozialistischen Patientenkollektivs (SPK). Zeitgenössische Theaterprogramme nutzen den kreativen Ausdruck als Therapie. Sie stellen die Grenzen zwischen Normalität und Abnormalität in Frage und versuchen, Vorurteile und soziale Ausgrenzung im Zusammenhang mit Krankheiten abzubauen. • Dora García ist eine Künstlerin, Dozentin und Forscherin, die zwischen Barcelona und Oslo lebt und arbeitet. García nutzt den Ausstellungsraum als Plattform, um die Beziehung zwischen Besuchern, dem Kunstwerk und dem Ort zu erforschen. Neben einer umfangreichen Produktion von Performances hat sie mehrere Filme und Publikationen realisiert, die jeweils aus einer eingehenden Recherche zu Figuren und Erzählungen der linken politischen Geschichte hervorgegangen sind. Ihre Arbeit wurde in zahlreichen internationalen Kunstausstellungen präsentiert, darunter die Münster Sculpture Projects (2007), die Biennale de Venise (2011, 2013, 2015), die Biennale de Sydney (2008), die Biennale de São Paulo (2010), dOCUMENTA 13 (2012) und die Biennale de Gwangju (2016).