Michelle Adriaense & Ilse Strobbe - WIE, eine stille Wanderung (De Langste Dag)
Sa., 20. Juni 2026 · 03:30
Thermae Palace - zaal Fabiola, Ostend
€22
Eine stille Parade entlang der Flutlinie, in der Teilnehmer und Objekte Bedeutungsträger werden und loslassend auf dem Weg zu einer neuen Welt sind. Kunstenares Michelle Adriaense und Heiler-Therapeut Ilse Strobbe machen gemeinsam mit dem Wanderer eine stille Wanderung entlang der Flutlinie von Ostende. Inspiriert von den Zyklen des Schwitzhütten-Rituals begleiten Michelle und Ilse eine Gruppe durch ein Erlebnis, in dem kleine, gefundene Objekte - objets trouvés - die das Meer für uns hinterließ, Souvenirs aus der Vergangenheit von jemandem oder Keramikskulpturen, die mit großer Sorgfalt und künstlerischer Präzision gefertigt wurden - zu persönlichen Zeichen heranwachsen. Diese Gegenstände werden zu leichten Skulpturen dessen, was in uns lebt: Erinnerungen, die plötzlich aufleuchten, Gedanken, die wir nicht loslassen können. Auf dieser Reise, in der Raum für verspielte und eigenwillige Wendungen ist, lassen wir zurück, was zu schwer wurde, und halten fest, was uns nährt. Die Stille eröffnet eine neue Art des Daseins, mit uns selbst und mit den anderen, die denselben Weg gehen. So entsteht eine individuelle Erfahrung, die wie von selbst mit der Gruppe atmet, und eine Gruppendynamik, die Raum für die Innenwelt jedes Einzelnen lässt. Aus der Ferne nimmt diese stille Wanderung die Form eines Zuges an, einer lebendigen Karawane. Eine Gruppe von Menschen, die sich langsam entlang der Wasserlinie bewegen, verbunden durch Seile, Zweige, Koffer, Bündel… Eine langsame Parade entfaltet sich: eine Reihe von Körpern, die tragen, hinter sich herziehen, was Bedeutung erlangte, leicht absurd, verspielt in seiner Ungewöhnlichkeit und gleichzeitig visuell vielschichtig. In diesem Bild hallen größere Geschichten wider. Der Zug ruft Echos von Gruppen von Menschen hervor, die in anderen Zeiten und an anderen Orten unterwegs waren: Reisende, Flüchtlinge, Suchende, Träger, Menschen auf der Durchreise. Es ist fast eine Choreografie von Schritten und Objekten, in der auch etwas von der Verletzlichkeit und der Würde derer mitschwingt, die gezwungen waren aufzubrechen, mit ihren Habseligkeiten zusammengebunden in dem, was sie tragen konnten. So wird die Wanderung mehr als eine Erfahrung: Sie wird zu einem lebendigen Bild, einer sich langsam verschiebenden Skulptur der Menschlichkeit, sichtbar für jeden, der sie kreuzt. Ein Zug, in dem sich das Persönliche und das Kollektive berühren - und in dem jeder Teilnehmer sowohl Individuum als auch Teil des Ganzen wird. PRAKTISCH Dauer: max. 4 Stunden (abhängig vom Rhythmus der Gruppe) Wanderung mit Sonnenaufgang: 05:30 - 09:30 Uhr Wanderung mit Sonnenuntergang als Ende: 18:00 - 22:00 Uhr Wir starten und enden bei Thermae Palace - zaal Fabiola Die Wanderung ist etwa 8 Kilometer lang entlang Strand und Flutlinie Bei starkem Regen findet die Wanderung nicht statt (Teilnehmer werden persönlich benachrichtigt) Die Wanderung ist leider nicht für Rollstuhlfahrer zugänglich PAY WHAT YOU WANT Kunst gehört uns allen. Deshalb bestimmen Sie bei De Langste Dag den Eintrittspreis selbst. Haben Sie etwas mehr zur Verfügung? Dann helfen Sie, die Schwelle für andere niedrig zu halten. Danke für Ihren Beitrag! RABATT MU.ZEE Bei Vorlage eines gekauften Tickets für De Langste Dag erhalten Sie 5 € Rabatt auf Ihr Eintrittsticket im Mu.ZEE. ÜBER DEN LÄNGSTEN TAG Von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Künstler bewegen sich im und zwischen Mu.ZEE und KAAP in Ostende. Verschiedene Performances, manche durchgehend. Die eine sichtbar und laut, die andere kaum wahrnehmbar. Die Aktionen folgen dem Rhythmus der Sonne, der Gezeiten und der Uhr. Es wird ein langer Tag, nahezu der längste. Erst wenn die Sonne untergeht, endet das Happening… und die Afterparty beginnt. Konzept: Michelle Adriaense Co-Kreation: Ilse Strobbe Scenografisch Beratung: Sophie Desomere Dramaturgisch Beratung: Merel Vercoutere und Sophie Desomere Beratung Keramik: Lerry Ceramics Porselein: kapot.gent Holzschnitzerei: Jean Verstraete Handschrift Karten: Daan Meijer Drucksachen Riso: Printstudio 868 Produktion: KAAP Mit Dank an: Katrien Diericks, Jean Verstraete, Lerry Ceramics, Veerle Lengeler, Maud Embrechts