In dieser letzten Vorstellung von One Song, ursprünglich für die Serie Histoire(s) du Théâtre kreiert - in der Regisseure die Herausforderung annehmen, ein Werk zu schaffen, in dem Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft auf überraschende Weise aufeinandertreffen -, stürmt eine Gruppe von Performern ein letztes Mal die Arena für ein bezauberndes Ritual über Abschied, Leben und Tod, Hoffnung und Wiedergeburt. Durch die Metapher eines Live-Spiels, inklusive Kommentator und Pom-Poms, lädt Miet Warlop uns ein, eine Gemeinschaft zu bilden und uns wie bei einer Feier zu transzendieren. So wird das Temporäre universell und das Persönliche kollektiv. Das ist der Subtext von „One Song“: wie ein Lied einer ganzen Gesellschaft einen Sinn geben kann. Einheit in der Vielfalt. Gemeinsam gehen die Künstler bis zum Äußersten: mit gesungenen Texten, Bildern und Objekten, Sauerstoff und Schweiß evozieren sie unsere menschliche Bedingung. Jedes Mal steht jemand auf, um eine Grenze zu verschieben. Sie fordern die Zeit heraus und drücken ein tiefes menschliches Bedürfnis aus: den Moment, in dem wir unseren denkenden Körper transzendieren können. • Miet Warlop hat dreidimensionale Kunst an der KASK in Gent studiert. In ihrer Arbeit reiht sie Bilder aneinander, um erstaunliche lebende Bilder zu schaffen. Sie hat mit mehreren Spektakeln am Programm des Kaaitheater teilgenommen, darunter „Springville“ (2010), „Ghost Writer and the Broken Hand Break“ (2019, 2022) und „One Song“ (2022), die wir heute im Théâtre National wiederaufnehmen, nach dem CC Strombeek.