Zwei Radfahrer fahren den Vesuv hinauf. Sie bezwingen und besingen den Vulkan, die Gefahr und ihr relativ risikofreies Leben voller sonntäglicher Radtouren, Nachrichten-Apps und Feuerversicherungen. Sie fragen sich, ob sie das schlummernde Gefühl des Unbehagens - sind sie trotz ihres günstigen Wohnortes wirklich sicher? - mit neapolitanischen Liedern und Geschichten beschwören können. Währenddessen radeln sie weiter, umgeben von einem lebendigen Raum voller Bilder und Musik.
„Neapel sehen (und sterben)“ ist eine Untersuchung über das Leben auf einem Planeten in der Krise. Wie gehen wir mit schlummernder Bedrohung in einer Gesellschaft ohne Narrative, ohne Perspektive und ohne Soundtrack um? Wie geben wir dem Unbehagen eine Form? Sechs Macher ziehen die Geschichte, Volksmusik, Geschichten und Bewohner von Neapel und Umgebung zu Rate: erfahrene Experten im Leben neben, auf und mit einem Vulkan. Das Ergebnis ist ein ortsspezifisches Porträt eines globalen Zustands - mehrstimmig, musikalisch und multidisziplinär.