Niels Boutsen (Stoomboot) arbeitete zwei Jahre lang als Musiker in De Rotonda, einem Aufnahme- und Begleitungszentrum für Teenager-Mädchen.
Ohne Erfahrung in der Jugendhilfe spielte er dort Klavier mit den Jugendlichen und schrieb zusammen mit ihnen Lieder über ihr Leben und ihre Herausforderungen.
In Was ich nur eine Maus teilt er seine Geschichte und bringt er diese Lieder zum Leben. Es geht um kleine und große Wahrheiten, darum, was Jugendliche berührt, was ihnen widerfährt und wie es ist, in einer Welt voller Erwartungen zu leben. Ohne große Gesten, aber mit einem offenen Blick.
Die Vorstellung bietet einen einzigartigen Einblick in eine oft geschlossene Welt, aus einer unterbelichteten Perspektive: der der Jugendlichen selbst.
Q&A nach Ablauf
Nach der Vorstellung geht Niels ins Gespräch mit einem Moderator, einem Erfahrungsexperten und dem Publikum. Jeder bekommt die Chance, Fragen zu stellen.
Ein Gespräch für jeden
Die Vorstellung und das anschließende Gespräch bilden eine offene Einladung für Organisationen, die in oder mit der Jugendhilfe arbeiten, aber auch für Jugendliche und Erwachsene, die über ein System mitdenken wollen, das mehr Menschen berührt, als wir ahnen.
Berichten von unter anderem Kind en Gezin und dem Kinderrechtencommissariaat zufolge wächst etwa eines von sieben Kindern in Flandern in einer verletzlichen Heimsituation auf, wie Armut, Scheidung, Misshandlung oder psychische Probleme bei Eltern. Das macht diese Vorstellung relevant für ein breites Publikum.
Der Podcast
Niels machte auch einen Podcast über die Jugendhilfe, der noch tiefer gräbt als die Vorstellung. Schlüsselfiguren wie das Gericht, das CLB, das JAC, Psychologen, Psychiater und Erfahrungsexperten kommen in der Vorstellung indirekt zur Sprache, sind aber essenziell, um die Welt der Jugendhilfe zu verstehen.
Im Podcast geht Niels mit ihnen ins Gespräch und wirft ein Licht auf eine Welt, die noch zu oft im Dunkeln operiert. Denn die Geschichte von Jugendlichen in Wohngruppen ist letztendlich eine Geschichte über uns alle: wie wir als Gesellschaft mit Menschen umgehen, die (kurz) außerhalb der Linien malen.
Ein Moment, der hängen bleibt
„Was ich nur eine Maus“ ist ein Moment voller Musik, Geschichten und vielleicht sogar einer neuen Perspektive.