In Zeiten des Wandels sind Traditionen ein Halt, ein Leuchtfeuer der Wiedererkennung, Verbindung und Gruppenidentität. Gleichzeitig können sie zu Erstarrung und Ausschluss führen. Nicht so bei den Großmeistern in diesem Programm. Sie respektieren diese Gepflogenheiten und treten mit ihnen in Dialog. Zum Start des internationalen Beethovenjahres darf der Brückenbauer zwischen Klassik und Romantik nicht fehlen. Beethovens Pianoconcert Nr. 4 ist ein bahnbrechendes Werk, das mit einem zurückhaltenden Klaviersolo beginnt, eine Seltenheit in jener Zeit. Inspiriert vom Rheinland und der deutschen Romantik umarmt Schumann mit seiner Rheinischen Sinfonie das klassische sinfonische Modell. Und er bricht es von innen heraus auf: gleichzeitig monumental, persönlich, warm und innovativ. Vergangenheit und Vorstellungskraft verstärken einander. Programma
Dirigent: Martijn Dendievel
Solist: Cédric Tiberghien, Klavier Valentin Anciaux (*1993) / Kreation SOV Composers' Academy
Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) / Konzert für Klavier Nr. 4 Robert Schumann (1810 - 1856) / Sinfonie Nr. 3 ‚Rheinische‘