Wie kann man weiter kreieren, wenn die Menschheit ihrem Untergang entgegenzugehen scheint? Was kann die Kunst angesichts des Schreckens der Kriege und des Aufstiegs des Faschismus tun? 124 Lichtjahre von der Erde entfernt kreist K2-18b, ein Exoplanet, auf dem Wissenschaftler Bedingungen sehen, die für das Leben günstig sind. Im Inneren dieses erträumten Anderswo, einer Projektionsfläche für Künstler und Dichter, entsteht der Mut, der Zukunft entgegenzugehen. Looking for Antigone, die letzte Show der Wooshing Machine, mitkreiert mit der Kompanie der Mutanten, war eine Neuschreibung des Mythos von Sophokles, getragen von einer Gruppe professioneller Schauspieler und Bürger. Mit K2-18b laden die Tänzer und Choreografen Mauro Paccagnella und Alessandro Bernardeschi erneut eine Gruppe von Interpreten unterschiedlichen Alters und Hintergrunds mit magnetischer Präsenz ein. Diese neue Kreation vermischt Tanz, Theater, Video und Musik und ist eine Einladung, sich von der Bitterkeit der Realität zu lösen, um mit der schönsten Waffe zu widerstehen, die es gibt: unserer Fähigkeit, Gemeinschaft zu bilden. In den Kreationen der Wooshing Machine entsteht der Sinn aus der Gegenüberstellung von Bildern, Materialien, Körpern, die erzählen, und Ohrwürmern, die uns nicht mehr verlassen. Zwischen Ernst und Humor, politischer Reflexion und Poesie ist K2-18b vor allem ein Raum der Freiheit, um die Fragmente unserer menschlichen Würde sanft wieder zusammenzusetzen. In Kopräsentation mit dem Théâtre Les Tanneurs.